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	<title>Trauer dich frei</title>
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	<description>Finde deinen Weg durch die Trauer und zum Neuanfang</description>
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		<title>Trauer op Kölsch: Gedenken neu denken im HELLERS Brauhaus in Köln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lisa Dukowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2024 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trauerkompass: Der Blog für Trauernde und Angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 2022 bin ich Mitglied der Trauer-Initiative "Trauer Taskforce". Das aktivistische Netzwerk wurde 2022 gegründet und besteht inzwischen aus über 50 Trauerexpert:innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://trauerdichfrei.de/trauer-op-kolsch/">Trauer op Kölsch: Gedenken neu denken im HELLERS Brauhaus in Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://trauerdichfrei.de">Trauer dich frei</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Trauerwoche 2023</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Seit 2022 bin ich Mitglied der Trauer-Initiative "Trauer Taskforce". Das aktivistische Netzwerk wurde 2022 gegründet und besteht inzwischen aus über 50 Trauerexpert:innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Unsere Mission: Neuen Formen des Gedenkens eine Bühne bieten.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Dazu haben wir letztes Jahr rund um Allerheiligen (30. Oktober bis 5. November 2023) erstmalig die Trauerwoche ausgerufen. Die erste Novemberwoche 2023 stand länderübergreifend im Zeichen des gemeinsamen Trauerns und Erinnerns und hatte das Ziel, den kirchlichen Gedenktag zu modernisieren.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Traditionell ist der November ein Monat des Gedenkens an Verstorbene, geprägt von Feiertagen wie Allerheiligen, Allerseelen und dem Totensonntag. Doch immer weniger junge Menschen kennen oder zelebrieren diese Tage und die Gesellschaft verliert einen wichtigen kollektiven Moment des Trauerns und Erinnerns. Die Rituale, die mit diesen religiös konnotierten Festen verbunden sind, fühlen sich für viele nicht mehr zeitgemäß an.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">"Eat.Cry.Repeat." – Gedenken neu denken</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Genau das möchten wir mit der jährlichen Aktion ändern und auf diese Weise moderne Trauerangebote sichtbar machen. Unter dem Motto „Eat.Cry.Repeat.“ bringen Trauerbars und Death-Cafés Menschen vor Ort zusammen, um Trauer zu thematisieren und sich über besondere Gerichte an die Verstorbenen zu erinnern und miteinander zu verbinden. Ziel der Trauerwoche ist es, eine zeitgemäße und inklusive Trauerkultur zu fördern, die den Bedürfnissen einer vielfältigen Gesellschaft gerecht wird und vor allem auch jüngeren Menschen eine aktive Trauerkultur vorlebt.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Trauerabend bei Kölsch &amp; Musik im HELLERS Brauhaus</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Im Rahmen der Trauerwoche 2023 habe ich in Köln in Kooperation mit dem HELLERS Brauhaus und der Trauer-App grievy das Event "Trauer op Kölsch" organisiert. Am 30. Oktober 2023 durften wir über 100 Menschen im HELLERS begrüßen, um uns bei Kölsch und Musik gemeinsam an die Menschen zu erinnern, die wir verloren haben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Wir waren völlig überwältigt von der hohen Resonanz auf unser Event und der Wirkung, die es auf alle Teilnehmenden hatte. Gleichzeitig hat uns das aber auch gezeigt, wie wichtig diese Initiative ist und wie sehr sich viele Trauernde wünschen, mehr und vor allem offener über ihre Gefühle sprechen zu können. Trauer geht uns alle etwas an. Wir wollen sie aus der Tabuecke holen und in die Mitte der Gesellschaft bringen – dort, wo sie hingehört.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Mit "Trauer op Kölsch" konnten wir gemeinsam einen Schritt in diese Richtung gehen und einen wunderschönen Abend voller Witz, Traurigkeit und Verbundenheit erleben. Wir haben gelacht, geweint und gesungen. Denn Trauer darf auch bunt sein – und bei uns war sie Kölsch.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Am Ende der Veranstaltung konnten alle deutlich spüren: Ich bin nicht allein. Danke also an Anna Heller, ohne die "Trauer op Kölsch" gar nicht möglich gewesen wäre. Danke an Daniel Hoffstadt und Urs Werner, die uns mit ihrer Musik Wärme, Verbundenheit und Kraft gespendet haben. Und vor allem danke an all die Menschen, die da waren. Danke, dass ihr den Mut hattet, euch zu öffnen und eure Geschichten mit uns zu teilen. Ihr könnt sehr stolz auf euch sein!</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es hier einen kleinen Rückblick zu "Trauer op Kölsch":</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph {"style":{"typography":{"textDecoration":"underline"}}} -->
<p style="text-decoration:underline"><a href="https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/neustadt-sued/trauer-op-koelsch-koelnerin-organisiert-gedenkveranstaltung-im-hellers-670276" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel Kölner Stadt-Anzeiger</a><br><a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/trauer-kneipe-koeln-100.html">Beitrag WDR Lokalze</a><a href="https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/trauer-kneipe-koeln-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">it</a><br><a href="https://www.radioerft.de/artikel/koeln-trauern-op-koelsch-1809632.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag Radio Köln, Radio Erft &amp; Domradio</a><br><a href="https://www.koelncampus.com/sendung/fruehrausch/archiv/11151-wie-trauert-man-richtig/#podcasts" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag Kölncampus</a></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">"Trauer op Kölsch" geht in die zweite Runde – am 28.10.2024</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Am 28. Oktober 2024 heißt es wieder "Alle Jläser huh“ im HELLERS Brauhaus in Köln. Dann laden wir zur zweiten Ausgabe von "Trauer op Kölsch" ein und freuen uns über alle, die dieses besondere Erlebnis mit uns teilen möchten. Oder um es mit den Worten der Kölner Band KASALLA zu sagen: Alle Jläser huh – Op die Liebe un et Lävve, op die Freiheit un d’r Dud. Kumm mer drinke uch met denne die im Himmel sin. Alle Jläser huh!</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph {"style":{"typography":{"textDecoration":"underline"}}} -->
<p style="text-decoration:underline"><a href="https://trauertaskforce.de/trauerwoche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weitere Infos zur Trauerwoche 2024 sowie zu "Trauer op Kölsch" sind in Kürze hier zu finden.&nbsp;</a></p>
<!-- /divi:paragraph --></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://trauerdichfrei.de/trauer-op-kolsch/">Trauer op Kölsch: Gedenken neu denken im HELLERS Brauhaus in Köln</a> erschien zuerst auf <a href="https://trauerdichfrei.de">Trauer dich frei</a>.</p>
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		<title>Trauer dich frei: Meine Vision und was eigentlich hinter dem Namen steckt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lisa Dukowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 11:32:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trauerkompass: Der Blog für Trauernde und Angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie fühlt sich deine Trauer an? Hätte man mich das in den ersten fünf Jahren nach Papas Tod gefragt, wäre die Antwort gewesen: Wie nasser Sand, den jemand über mich gekippt hatte und der mit der Zeit immer schwerer und schwerer wog...</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Gefangen in der eigenen Trauer</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Wie fühlt sich deine Trauer an? Hätte man mich das in den ersten fünf Jahren nach Papas Tod gefragt, wäre die Antwort gewesen: Wie nasser Sand, den jemand über mich gekippt hatte und der mit der Zeit immer schwerer und schwerer wog. Er zerdrückte meinen Brustkorb, nahm mir die Luft zum Atmen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Irgendwann umhüllte er meinen ganzen Körper, ich konnte mich kaum noch bewegen. Der Raum zwischen dem Sand und mir wurde von Tag zu Tag enger und egal, wie sehr ich auch versuchte, mich freizuschaufeln, fiel ich doch immer wieder in die Dunkelheit zurück. Ich konnte der Höhle nicht entkommen, mir selbst jedoch auch nicht.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich erinnere mich noch an den Tag, als meine Kraft endgültig nachgab. Ich war es so leid zu kämpfen. Und plötzlich war da dieser Gedanke: Wozu eigentlich kämpfen? Wofür lohnt es sich überhaupt? In diesem Moment bekam ich Angst vor mir selbst und wusste, dass ich mich nur mit Hilfe von außen aus meinem Gefängnis würde befreien können.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Trauer ist nicht das Problem, Trauer ist die Lösung</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Viel zu viele Menschen fühlen sich mit ihrer Trauer überfordert und allein gelassen. Häufig fehlt der Zugang zum Thema, das in unserer westlichen Gesellschaft – im wahrsten Sinne des Wortes – oft totgeschwiegen wird. Expert:innen sagen jedoch: Eine nicht gelebte Trauer kann zum Trauma führen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Es brauchte viel Geduld und die liebevolle Unterstützung anderer Menschen, bis ich mich aus all den Schichten Sand zurück an die Oberfläche gegraben hatte, bis ich endlich wieder frei atmen konnte. Und obwohl ich heute nicht mehr in der Höhle gefangen bin, trage ich einen Teil des Sandes immer noch bei mir. Er gehört jetzt zu mir.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Auch wenn sie wahnsinnig anstrengend ist und wehtut, Trauer muss gespürt werden. Sie ist ein wichtiger Teil des Prozesses, ebenso wie die Erkenntnis, dass Trauer nicht vorbei geht. Und das ist gut so. Denn Trauer hält die Erinnerung an unsere Verstorbenen am Leben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Für ein freies Leben nach und mit dem Verlust</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>"Trauer dich frei" steht also nicht für einen Weg, an dessen Ende die Befreiung von der Trauer wartet. Es geht darum, ein Leben in Frieden mit dem Verlust zu finden. Ziel ist es, dass du deine Trauer besser verstehen, einordnen und als neuen Teil von dir und deiner Zukunft anerkennen kannst. Dies bildet den Grundstein für einen aktiven Umgang mit deiner Trauer. Außerdem entdecken wir die Ressourcen, die du in dir trägst, und entwickeln gemeinsam Ideen, wie es nach dem Verlust weitergehen kann. Von diesem Fundament aus kannst du dann gestärkt in den Neuanfang starten.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Weil Trauer in die Mitte unserer Gesellschaft gehört</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Tod und Trauer sind Teil des Lebens. Dennoch werden sie in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert, weshalb uns der Umgang mit diesen Themen häufig schwerfällt. Ich träume von einer Gesellschaft, in der Tod und Trauer keine Tabuthemen mehr sind. In der sich trauernde Menschen nicht falsch oder allein gelassen fühlen und offen über wirklich alle Gedanken und Gefühle sprechen können, die mit ihrem Verlust einhergehen – ohne Angst davor haben zu müssen, bewertet oder nicht verstanden zu werden. Eine Gesellschaft, die Betroffene nicht meidet, sondern sie auffängt und auf ihrem Weg durch die Trauer begleitet. Eine Gesellschaft, die Trauer als das sehen kann, was sie ist: Ein Ausdruck der Liebe, die wir für unsere Verstorbenen empfinden.</p>
<!-- /divi:paragraph --></div>
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		<title>Aus der Krise in die Kraft: Wie ich durch den Tod meines Vaters zu mir selbst fand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lisa Dukowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 19:48:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trauerkompass: Der Blog für Trauernde und Angehörige]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich erinnere mich noch sehr genau an den Tag, als mein Vater starb. Er war bestimmt von unzähligen Momenten, die mein Leben nachhaltig prägen sollten. Ein Moment des Abschieds zwischen meinem Vater und mir gehörte nicht dazu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://trauerdichfrei.de/aus-der-krise-in-die-kraft-wie-ich-durch-den-tod-meines-vaters-zu-mir-selbst-fand/">Aus der Krise in die Kraft: Wie ich durch den Tod meines Vaters zu mir selbst fand</a> erschien zuerst auf <a href="https://trauerdichfrei.de">Trauer dich frei</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Der Tag, der alles veränderte</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich erinnere mich noch sehr genau an den Tag, als mein Vater starb. Er war bestimmt von unzähligen Momenten, die mein Leben nachhaltig prägen sollten. Ein Moment des Abschieds zwischen meinem Vater und mir gehörte nicht dazu. Er starb sehr plötzlich an einer Krebserkrankung, während ich für ein Auslandspraktikum in New York war. Von seinem Tod erfuhr ich am Flughafen. Ich hatte es nicht mehr rechtzeitig zu ihm geschafft.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Verloren im Nebel meiner Trauer</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich hatte sehr lange damit zu kämpfen, dass wir uns nicht voneinander verabschieden konnten; damit, dass ich "zu spät" gekommen war. Erschwerend kam hinzu, dass unser Verhältnis bereits viele Jahre vor seinem Tod von negativen Spannungen durchzogen war. Zu der Frage nach dem "Warum" gesellte sich die Frage nach dem "Was": Was hätte ich ihm am Ende sagen können oder auch sagen sollen? Ein letzter Satz, auf dem so viel Bedeutung und Schwere lag, dass ich insgeheim erleichtert aufatmete, als ich erfuhr, dass ich zu spät kam und diesen Satz weder jemals finden noch aussprechen müsste.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Ich verdrängte meine Trauer und mit ihr die Notwendigkeit eines bewussten Abschieds, gesteuert von der Vorstellung, dass ein "richtiger" Abschied ohnehin nur in direktem, persönlichem Austausch möglich wäre. Ohne die körperliche Anwesenheit meines Vaters bestand folglich nicht mehr die Möglichkeit, sich angemessen zu verabschieden. Warum also sollte ich mich damit beschäftigen? Stattdessen machte ich weiter, als sei nichts gewesen. Schließlich war mein Vater auch schon in den Jahren vor seinem Tod kaum noch präsent in meinem Leben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Und plötzlich überrollte mich eine Welle der Wut</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Worauf ich jedoch nicht vorbereitet war, war die Welle der Wut, die mich in den Jahren nach seinem Tod überrollte und die so heftig wog, dass ich kaum noch eine andere Emotion im Zusammenhang mit seiner Person wahrnehmen konnte. Wut über meinen Vater und sein verletzendes Verhalten; Wut über unsere schlechte Beziehung und darüber, dass wir uns nicht mehr aussprechen konnten; Wut darüber, wie idealisiert mein Vater nach seinem Tod dargestellt wurde und wie wenig liebevoll ich ihn auf der anderen Seite betrachten konnte.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Aber auch Wut über mein Umfeld, das mit meiner Art der Trauer genauso überfordert war wie ich und mir versuchte einzureden, ich solle doch endlich von der Wut auf einen Toten ablassen, dass es jetzt gut sei. Statt mich aufzufangen, reagierten die Menschen in meiner Umgebung mit Schweigen, Unverständnis und sogar Ablehnung. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so allein gelassen, hilflos und unverstanden gefühlt.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Vor allem jedoch sehr viel Wut über mich selbst. Darüber, wie wenig ich in der Lage war, meine eigenen Gefühle zu verstehen, geschweige denn zu artikulieren, so diffus waren sie. Darüber, wie erleichtert ich insgeheim war, dass ich mich nicht mehr hatte verabschieden können und darüber, dass ein Teil von mir sogar froh über seinen Tod war, bedeutete er doch, dass wir uns nun nicht mehr streiten müssten. Zu der Wut gesellten sich erdrückende Schuldgefühle, die alles unter sich vergruben und die Aussicht auf einen bewussten Abschied und die überhaupt erst damit einhergehende Möglichkeit auf eine Aussöhnung mit dem Verlust in unerreichbare Ferne rückten.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Mein Weg zurück zu mir</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Es brauchte viele Jahre intensiver Arbeit und therapeutischer Begleitung, um zu verstehen, dass ich keine Schuld daran trug, dass wir uns weder voneinander verabschieden noch unsere Differenzen auflösen konnten. Dass es okay war, wütend zu sein – auch auf einen Toten – und dass die Akzeptanz all dessen zwingende Voraussetzung ist, um in Frieden mit dem Verlust leben zu können.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Nach dem Verlust einer engen Bezugsperson, müssen wir als Hinterbliebene nicht nur lernen, mit ihrem Tod zu leben, sondern auch mit allen Gefühlen, die dieser hinterlässt. Als ich mir einen Weg durch mein Gefühlschaos gebahnt hatte, begriff ich, dass es die physische Anwesenheit meines Vaters nicht brauchte, um mich von ihm zu verabschieden. Ebenso wie ich meine Wut anerkannte, ließ ich auch den Gedanken zu, dass mein Vater mich liebte, trotz unserer Differenzen und dass die Art und Weise, wie wir auseinandergingen, nicht definierte, wer wir waren. In diesem Moment kehrte eine heilsame Ruhe in meinem Innern ein und ermöglichte mir, woran ich schon längst nicht mehr geglaubt hatte: loszulassen.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Der Abschied von meinem Vater war ein langer, steiniger Prozess. Und auch wenn mich jeder Schritt auf diesem Weg zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin, hätten mir die richtige Unterstützung – die ich mir selbst aus Angst und Scham erst viel zu spät gesucht habe – und das nötige Wissen sicherlich die ein oder andere schmerzhafte Erfahrung ersparen können. Diese Unterstützung möchte ich nun weitergeben: An Menschen, die jemanden oder etwas Wichtiges im Leben verloren haben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p></p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:heading -->
<h2 class="wp-block-heading">Du bist nicht allein – ich stehe dir zur Seite</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>In meinen Coachings bekommst du einen sicheren Raum, in dem du offen über alles sprechen kannst, was dich belastet und was andere vielleicht nicht begreifen. Ich stehe dir mit meiner Erfahrung zur Seite, höre dir zu und trage mit dir, was unerträglich scheint. Wir bearbeiten intensiv deine Trauer, damit du sie besser verstehen, einordnen und als neuen Teil von dir und deiner Zukunft anerkennen kannst. Dies bildet den Grundstein für einen aktiven Umgang mit deiner Trauer. Außerdem entdecken wir die Ressourcen, die du in dir trägst, und entwickeln gemeinsam Ideen, wie es nach dem Verlust weitergehen kann.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Du willst deinen Weg durch die Trauer und zum Neuanfang finden? Mit meinen Trauercoachings unterstütze ich dich dabei. Eine Übersicht aller Coaching-Angebote findest du hier: </p>
<!-- /divi:paragraph -->

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<p style="text-decoration:underline"><a href="https://trauerdichfrei.de/trauercoaching/">https://trauerdichfrei.de/trauercoaching/</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://trauerdichfrei.de/aus-der-krise-in-die-kraft-wie-ich-durch-den-tod-meines-vaters-zu-mir-selbst-fand/">Aus der Krise in die Kraft: Wie ich durch den Tod meines Vaters zu mir selbst fand</a> erschien zuerst auf <a href="https://trauerdichfrei.de">Trauer dich frei</a>.</p>
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